Möbelbeschläge und Griffe veredeln: Beschichtungslösungen für die Beschlagindustrie

Ein Möbelstück besteht aus vielen Teilen. Die Beschläge fallen dabei oft erst auf den zweiten Blick auf. Aber genau dieser zweite Blick entscheidet. Hochwertige Griffe werten ein einfaches Regal auf. Billig wirkende Scharniere ruinieren den Eindruck einer teuren Kommode. Die Beschichtung von Möbelbeschlägen macht den Unterschied zwischen gewöhnlich und besonders.

Designer und Möbelhersteller wissen das. Sie suchen nach Oberflächen, die zum Gesamtkonzept passen. Klassisch oder modern. Glänzend oder matt. Metallisch oder samtig. Die Trommelbeschichtung macht all das möglich. Wirtschaftlich. In großen Stückzahlen. Ohne Kompromisse bei der Qualität.

Was alles unter Möbelbeschläge fällt

Der Begriff Möbelbeschlag ist weit gefasst. Er umfasst alle Funktions- und Dekorelemente, die an oder in Möbeln verbaut werden. Die Bandbreite ist enorm. Und fast alles davon kann beschichtet werden.

  • Möbelgriffe und Knöpfe. Der Klassiker. Von schlicht bis opulent, von modern bis antik. Jeder Stil ist realisierbar.
  • Stangengriffe, Muschelgriffe, Bügelgriffe. Unterschiedliche Formen, gleiche Beschichtungsanforderungen.
  • Schrankknöpfe. Rund, eckig, facettiert. Oft der auffälligste Teil eines Schranks.
  • Scharniere und Scharnierblenden. Meist verdeckt, aber wenn sichtbar, dann bitte schön.
  • Regalträger und Bodenträger. Kleine Teile mit großer Wirkung. Besonders bei offenen Regalsystemen.
  • Möbelfüße und Sockelleisten. Tragen das Gewicht und den optischen Abschluss.
  • Zierbeschläge und Rosetten. Rein dekorativ, aber entscheidend für den Gesamteindruck.
  • Schlüsselschilder und Schlossblenden. Funktional und dekorativ zugleich.

Die meisten dieser Teile werden aus Zinkdruckguss, Aluminium oder Kunststoff gefertigt. Alle drei Materialien eignen sich hervorragend für die Trommelbeschichtung. Das Ergebnis sieht aus wie Messing, Bronze oder Edelstahl. Ohne die entsprechenden Materialkosten.

Welche Oberflächen die Beschlagindustrie fordert

Möbeltrends wechseln. Mal dominiert der Industrial Look, mal skandinavische Schlichtheit, mal opulenter Barock. Die Lackierung von Griffen muss diese Vielfalt abbilden können. Und sie kann es.

  • Verchromte Optik. Glänzend, spiegelnd, modern. Der Dauerbrenner bei zeitgenössischen Möbeln.
  • Gebürstetes Edelstahl. Matt, linear strukturiert, dezent. Passt zu Küchen und minimalistischen Designs.
  • Messing und Gold. Warm, edel, klassisch. Derzeit wieder stark gefragt.
  • Bronze und Kupfer. Erdige Töne mit Tiefe. Ideal für rustikale oder Vintage-Möbel.
  • Antik-Patina. Künstlich gealtert mit Gebrauchsspuren. Der Shabby-Chic-Klassiker.
  • Schwarz matt. Puristisch, elegant, zeitlos. Fingerabdrücke kaum sichtbar.
  • Weiß und Pastelltöne. Für Kindermöbel, Landhausküchen oder Badezimmermöbel.
  • Lackierter Kunststoff, der aussieht wie Eiche, Nuss oder Kirsche.

Alle diese Optiken und viele mehr realisieren wir in unserem Bereich dekorative Oberflächen. Die Farbentwicklung gehört zu unseren Kernkompetenzen.

Was Beschläge im Alltag aushalten müssen

Möbelbeschläge werden angefasst. Jeden Tag. Tausende Male im Laufe eines Möbellebens. Die Oberfläche muss das aushalten. Aber nicht nur das.

  • Griffe werden gegriffen. Knöpfe werden gedreht. Die Beschichtung darf sich dabei nicht abreiben. Auch nicht nach Jahren.
  • Ringe, Uhren, Schlüssel. All das kommt mit Beschlägen in Kontakt. Kratzer sollten die Ausnahme sein, nicht die Regel.
  • Chemikalienbeständigkeit. Reinigungsmittel, Handcreme, Desinfektionsmittel. In Küche und Bad ist der Kontakt mit Chemikalien Alltag.
  • Feuchtigkeitsbeständigkeit. Badezimmermöbel stehen in feuchter Umgebung. Die Beschichtung darf nicht aufquellen oder abblättern.
  • UV-Beständigkeit. Möbel am Fenster sind der Sonne ausgesetzt. Die Farbe darf nicht verblassen.
  • Auf Zink, Aluminium, Kunststoff. Jedes Substrat hat seine Eigenheiten. Der Lack muss auf allen gleich gut haften.

Die Prüfung dieser Eigenschaften erfolgt nach standardisierten Verfahren. Gitterschnitt nach DIN EN ISO 2409. Abriebtest. Salzsprühnebeltest für korrosionsgefährdete Anwendungen. Unsere Lacksysteme bestehen diese Prüfungen zuverlässig.

Warum Lackierung statt Galvanik?

Traditionell werden Möbelbeschläge galvanisiert. Vernickelt, verchromt, vermessingt. Das funktioniert. Aber es hat Nachteile. Die Trommelbeschichtung von Möbelbeschlägen bietet eine moderne Alternative.

  • Größere Farbvielfalt. Galvanisieren beschränkt sich auf wenige Metalloptiken. Lackieren ermöglicht jede erdenkliche Farbe und jeden Effekt.
  • Niedrigere Kosten. Bei großen Stückzahlen ist die Trommelbeschichtung günstiger. Bis zu 50 Prozent Ersparnis sind möglich.
  • Keine Schwermetallbäder. Keine aufwendige Abwasserbehandlung. Wasserbasierte Lacke sind in vielen Fällen möglich.
  • Mehr Gestaltungsfreiheit. Antik-Effekte, Marmorierungen, Farbverläufe. Alles möglich. Galvanisieren kann das nicht.
  • Materialunabhängigkeit. Kunststoff, Metall, Holz. Alles kann beschichtet werden. Galvanisieren funktioniert nur auf leitfähigen Untergründen.

Detaillierte Informationen zur Lohnbeschichtung und den Vorteilen des SC-Coater® finden Sie auf unserer Website.

So funktioniert die Beschichtung im Trommelverfahren

Möbelbeschläge sind Massenprodukte. Ein Möbelhersteller braucht nicht zehn Griffe, sondern zehntausend. Oder hunderttausend. Die Trommelbeschichtung ist für genau solche Stückzahlen gemacht.

Das Prinzip: Die Beschläge werden als Schüttgut in eine rotierende Trommel gegeben. Dort werden sie erwärmt und mit Lack besprüht. Die Rotation sorgt dafür, dass jedes Teil von allen Seiten gleichmäßig beschichtet wird. Keine Haltepunkte. Keine unbeschichteten Stellen. Jedes Teil kommt perfekt aus der Anlage.

Der Prozess ist vollautomatisiert. Die Parameter sind exakt eingestellt. Jede Charge sieht gleich aus. Teil Nummer eins ist identisch mit Teil Nummer fünfzigtausend. Das ist entscheidend für Möbelhersteller, die auf Farbkonstanz angewiesen sind.

Der Lackwirkungsgrad liegt bei etwa 95 Prozent. Fast kein Material geht verloren. Das macht das Verfahren nicht nur wirtschaftlich, sondern auch umweltfreundlich.

Aktuelle Trends bei Möbelbeschlägen

Die Möbelbranche ist modebewusst. Trends kommen und gehen. Manche bleiben. Aktuell beobachten wir mehrere Strömungen, die die Nachfrage nach bestimmten Oberflächen prägen.

Schwarz ist das neue Chrom. Matte schwarze Beschläge sind überall. In Küchen, Bädern, Wohnzimmern. Sie wirken modern, puristisch und passen zu fast allem. Der Vorteil: Fingerabdrücke sind kaum sichtbar.

Gold und Messing erleben ein Comeback. Nach Jahren der Chromdominanz kehren warme Metalltöne zurück. Nicht das glänzende Gold der Achtziger, sondern gebürstete, matte Varianten. Edel, aber nicht protzig.

Antik und Vintage bleiben gefragt. Der Shabby-Chic-Trend hält an. Künstlich gealterte Beschläge mit Patina und Gebrauchsspuren verkaufen sich gut. Sie passen zu Landhaus, Industrial und Retro-Möbeln.

Nachhaltigkeit wird wichtiger. Möbelhersteller achten zunehmend auf die Umweltbilanz ihrer Zulieferer. Umweltfreundliche Beschichtungsverfahren wie die Trommellackierung gewinnen an Bedeutung.

Der Weg zum perfekt beschichteten Beschlag

Sie entwickeln eine neue Möbelserie? Oder suchen einen zuverlässigen Beschichtungspartner für Ihre bestehende Produktion? Der erste Schritt ist ein Gespräch. Welche Stückzahlen planen Sie? Welche Optik schwebt Ihnen vor? Welche besonderen Anforderungen gibt es?

Nach der Klärung dieser Fragen folgt die Bemusterung. Wir beschichten Ihre Teile in verschiedenen Varianten. Sie sehen und fühlen das Ergebnis. Sie können es testen, mit Ihren Möbeln kombinieren, Ihren Kunden zeigen. Erst wenn alles passt, starten wir die Serie.

Bei Special Coatings übernehmen wir auf Wunsch die komplette Projektplanung. Von der ersten Idee bis zur Serienlieferung. Inklusive Bemusterung und Qualitätssicherung.

Details, die den Unterschied machen

Möbelbeschläge beschichten ist mehr als Lackauftrag. Es ist die Kunst, aus einem einfachen Funktionsteil ein Designelement zu machen. Ein Element, das zur Gesamtästhetik des Möbels beiträgt. Das sich gut anfühlt. Das lange gut aussieht.

Die Trommelbeschichtung macht das möglich. Wirtschaftlich bei großen Stückzahlen. Flexibel bei den Gestaltungsmöglichkeiten. Zuverlässig bei der Qualität. Genau das, was Möbelhersteller und Beschlagproduzenten brauchen.

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Häufig gestellte Fragen

Welche Möbelbeschläge können im Trommelverfahren beschichtet werden?

Grundsätzlich alle Massenkleinteile: Möbelgriffe, Knöpfe, Schubladengriffe, Schrankknöpfe, Scharnierblenden, Regalträger, Möbelfüße, Zierbeschläge, Rosetten und Schlüsselschilder. Die Teile können aus Zinkdruckguss, Aluminium oder Kunststoff bestehen.

Welche Oberflächenoptiken sind bei Möbelbeschlägen möglich?

Das Spektrum ist breit: verchromte Optik, gebürstetes Edelstahl, Messing, Gold, Bronze, Kupfer, Antik-Patina, Schwarz matt, Weiß, Pastelltöne und sogar Holzoptik. Auch Spezialeffekte wie Marmorierung oder Farbverläufe sind realisierbar.

Ist Lackierung besser als Galvanisieren?

Das hängt von der Anwendung ab. Lackierung bietet größere Farbvielfalt, mehr Gestaltungsfreiheit und ist oft günstiger und umweltfreundlicher. Galvanisieren erzeugt echte Metallschichten und ist bei bestimmten technischen Anforderungen vorzuziehen. Für dekorative Anwendungen ist die Lackierung meist die bessere Wahl.

Wie beständig sind lackierte Möbelbeschläge?

Professionell lackierte Beschläge sind sehr beständig. Sie widerstehen Abrieb, Kratzern, Chemikalien, Feuchtigkeit und UV-Strahlung. Die Eigenschaften werden durch standardisierte Tests nachgewiesen, etwa die Gitterschnittprüfung nach DIN EN ISO 2409.

Wie groß müssen die Stückzahlen mindestens sein?

Die Trommelbeschichtung ist für mittlere bis große Stückzahlen ausgelegt. Die genauen Mindestmengen hängen vom konkreten Produkt ab und werden im Rahmen der Projektbesprechung geklärt. Grundsätzlich gilt: Je größer die Stückzahl, desto wirtschaftlicher das Verfahren.

Können Antik-Effekte im Trommelverfahren realisiert werden?

Ja. Antik-Optiken, Patina-Effekte und künstliche Gebrauchsspuren lassen sich im Trommelverfahren erzeugen. Dabei werden mehrere Lackschichten aufgetragen und teilweise wieder entfernt, um authentische Alterungsspuren zu simulieren.


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